1. Bauabschnitt
Um unser Platzangebot im neuem Clubheim modellbahntechnisch besser zu nutzen, wurde noch im Herbst
2004 mit dem 1. Bauabschnittes des Anlagenumbaues begonnen. Hauptaufgabe bestand darin, anstelle des
vorhandenen Schattenbahnhofes den originalgetreuen Bahnhof "St. Johann in Tirol" aufzubauen. Unser alter
Schattenbahnhof hatte zwar wertvolle Dienste bei diversen Ausstellungen geleistet, doch war seine Bahnhofs-
einfahrt mit den 3-Weg-Weichen recht "kriminell" und das Entgleisen der Züge war schon fast vorprogrammiert.
Nach einholen alter Bahnhofspläne und vorhandener Aufzeichnungen (unter anderem Lagepläne aus dem
Landesinformationssystem tiris) entschieden wir uns für einen Nachbau des Bahnhofes um die 80er Jahre.
In dieser Zeit befand sich nämlich auch noch die Drehscheibe am Bahnhofsgelände, die ursprünglich zum
Umsetzen des Schneepfluges auf der Strecke St.Johann-Saalfelden Verwendung fand. Natürlich sollte auch
das alte Sägewerk "Klausner" in unseren Nachbauten nicht fehlen.
Nach ersten Entwürfen im CAD durch unseren Anlagenplaner Jochen wurde schnell klar, daß der Bahnhof um
einiges (genauer gesagt um die Hälfte) verkürzt werden muß. Dies sind nun wieder einmal Kompromisse, die
ein Modellbahner einzugehen hat. So fand schlußendlich unser Bahnhof "St.Johann" auf 6 Meter Anlagenlänge
und 6 Anlagensegmenten seinen Platz.

Nachdem die Modulkästen von unserem Vereins-Tischlermeister Hermann in kürzester Zeit zusammen-
geschreinert waren, wurde auch schon mit dem Aufreißen der Gleistrasse und der Geländekonturen im
Bereich der beiden Unterführungen begonnen.
Einfahrt aus Richtung Kitzbühel Einfahrt aus Richtung Fieberbrunn

Nach dem Aufreißen der Gleise wurden die Korkunterlagen zurechtgeschnitten. Die 1. Schicht besteht aus
einem 2mm Kork und wurde mit Patex auf die Modulkästen geklebt. Danach wurde die 2. Schicht (4-5mm
Kork) mit Weißleim auf den 2mm-Kork aufgebracht und vorübergehend mit Stecknadeln in Ihrer Form fixiert.
Dabei wurden auch schon die Gleisübergänge an den Modulkästen mittels des Vario-Gleises von Fleischmann
berücksichtigt sowie die Ausnehmungen für die Bahnsteige.

Nach Aushärtung der Korkunterlagen konnte auch schon mit der Gleisverlegung begonnen werden. Als
Gleismaterial entschieden wir uns wieder für das ROCO 2.5mm-Gleis. Wie schon in der Planung berücksichtigt
sollten sie Einfahrts- und Ausfahrtsweichen im schlanken 10 Grad Winkel ausgeführt werden.
Da die beweglichen Teile an den Weichen möglichst nicht eingeschottert werden sollten, darf auf einen grauen
Anstrich des Korkes bei den Weichen nicht vergessen werden. Als Antrieb für die Weichen im neuen Bahnhofs-
bereich entschieden wir uns erstmalig für Unterflurantriebe von der Firma Hoffmann. Nach ersten Testläufen
waren wir allesamt von der Laufruhe und den Schalteigenschaften begeistert.
Nach langem hin und her, vielen Angeboten und Produktvergleichen entschieden wir uns schlußendlich für den
Umbau der Gleichstromanlage auf eine digitale Steuerung mit der Uhlenbrock Intellibox einschließlich PC-Software
am Computer.